Weniger Bürokratie, höhere Zuschläge – und mehr Angebote für die Patienten: Die Bundesregierung will die finanzielle Situation der Apotheken stabilisieren. Doch es gibt Bedenken, ob die geplante Reform ausreicht.

Eine kleine Landapotheke stehe vor ganz anderen Herausforderungen als die Standorte in größeren Städten, sagt die Grünen-Politikerin Paula Piechotta unserer Redaktion. Sie ist in ihrer Fraktion für Apotheken und Arzneimittelpreise zuständig. Wo besonders viele Patienten mit besonders teuren Rezepten ein- und ausgehen, seien die Einnahmen schon jetzt hoch.

Angesichts der knappen Kassenfinanzen dürfe der Bundestag “keinen Gesetzentwurf durchgehen lassen, der einfach mit der Gießkanne mehr Versichertengeld auf alle Apotheken verteilt”, findet Piechotta. Es müssten vielmehr gezielt die notleidenden Standorte in ländlichen Gebieten abgesichert werden. Die Grünen-Politikerin hält es für einen Fehler, dass Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag die Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro versprochen haben: “Es ist nicht vermittelbar, wenn Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen in einer Zeit steigender Preise und Unsicherheit für höhere Apothekenvergütungen bezahlen sollen”, sagt Piechotta.

Zum Artikel

Scroll to Top