Millionenschwere Darlehen für Immobilien, riskante Fonds und mögliche Totalverluste: Dutzende Krankenkassen haben zahlreiche Fehlinvestments getätigt. Nun nennt die Bundesregierung erstmals eine mögliche Schadenshöhe.
Für die Grünen-Politikerin Paula Piechotta sind diese Verluste gerade deshalb gravierend, weil die Krankenkassen derzeit unter erheblichem finanziellem Druck stehen. Die Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung seien zwar noch deutlich größer als die Summe der Fehlinvestments in diesem Fall, sagt sie. Dennoch zeige der Fall, dass offensichtlich „ausreichende Kontrollmechanismen“ und „ein ausreichender finanzpolitischer Sachverstand“ nicht bei allen Krankenkassen vorhanden sei.