Deutschland leistet sich seit Jahrzehnten einen unnötig teuren Verschleiß seiner Verkehrsinfrastruktur. Der in verschiedenen Regierungen aufgebaute Sanierungsstau ist zur fast unlösbaren Mammutaufgabe geworden. Inzwischen werden neue Kipppunkte erreicht, immer öfter kommt der Verkehr in Deutschland ungewollt zum Stillstand, weil Bauwerke wie die Carolabrücke in Dresden, die Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid, die Ringbahnbrücke in Berlin oder die Nordbrücke in Bonn ungeplant aufgrund von Schäden ausfallen.

Wir haben zu lange zugesehen, wie der Sanierungsstau an Deutschlands Verkehrsinfrastruktur immer größer wird. Als Transitland gefährden wir damit nicht nur die Funktionsfähigkeit unserer eigenen, sondern auch der gesamteuropäischen Mobilität. Da von den aktuellen Regierungsvertretern angesichts der aktuellen Umbrüche hier keine zeitnahen wegweisenden Entscheidungen zu erwarten sind, müssen die Bundestagsabgeordneten als Korrektiv die große Sanierungslücke bei Brücken und Tunneln schließen: durch eine neue Sanierungsphilosophie mit einem stärkeren Präventionsansatz und einer Steigerung der Mittel für Verkehrsinfrastruktur im nächsten Bundeshaushalt.

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